Huus a de Wegere, Nebikon
Wohnen im Takt der Wigger
Architektur und BaumanagementEingebettet in die historische Häuserzeile der Bahnhofstrasse ersetzt das «Huus a de Wegere» einen Altbau aus den 1940er-Jahren. Der Neubau steht auf einem kompakten Sockel, der Eingang, Velo- und Kinderwagenabstellraum sowie Technik beherbergt; ansonsten trägt ein schlankes Stützenraster das Wohnvolumen. Vom Wiggerweg aus scheint das Gebäude über dem Terrain zu schweben und fügt sich mit seiner Freiraumgestaltung selbstverständlich in die Flusslandschaft ein.
Im Eingangsgeschoss bleibt der Massivbau mit Sichtbeton und feinem Kalkputz spürbar. Die beiden Wohngeschosse darüber erhalten eine hinterlüftete, grün-grau lasierte Holzfassade, abwechslungsreich gegliedert mit stehenden und liegenden Schalungen. Gezielt platzierte Auskragungen – Balkone und Erker – brechen das nahezu kubische Volumen. Zur Wigger hin verleihen seitliche Balkone der Fassade Leichtigkeit; dazwischen schiebt sich ein Erker mit grossen Rundfenstern vor, der der Hauptansicht einen markanten Charakter gibt. Ein weiterer Erker an der Nordseite verschiebt das Treppenhaus aus dem Sockel in die Obergeschosse und schafft grosszügige Zimmergrundrisse.
Die acht Wohnungen sind klar in Wohn- und Schlafzonen gegliedert. Der Raum hinter dem Rundfenster bildet in den 4½-Zimmer-Typen eine flexible Erweiterung: zusätzlicher Wohnraum oder separates Schlafzimmer – je nach Lebenslage.
Die Gebäudetechnik ist konsequent nachhaltig: Eine innenaufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe deckt die Heizlast, das extensiv begrünte Flachdach trägt eine PV-Anlage. Der vor Ort produzierte Strom versorgt Haustechnik, Ladeinfrastruktur und auch die Bewohner.
Gebäudetyp
Wohnen
Kategorie
Neubau
Status
abgeschlossen
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